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Piz Bernina über Biancograt

Route:
"Höchster Berg der Ostalpen" - war das Prädikat dieser Tour, um einiges vielfältiger als die Höhe aber waren die gewonnen Eindrücke dieser Bergfahrt. Zur Erklärung, es geht um den Piz Bernina mit 4048m Höhe, dieser steht als Grenzberg in Graubünden und teilt sich die andere Berghälfte mit Italien. Die angepeilte Route über den Biancograt auf den Nordgipfel des Piz Bernina (Piz Bianco) ist eine ganz klassische, berühmte Hochtour über das Firnband, eine wahre Himmelsleiter.

Von der Tschierva-Hütte ab geht es in NO auf der Route zum Piz Morteratsch, ganz gleich nach der Tschiervahütte gibt ein Abzweigerschild diese Richtung vor, der alte Weg tiefer am Gletschrrand ist wg. Steinschlag nicht mehr empfehlenswert. Diesen Anstieg zum Piz Morteratsch nutzt man ca. 30min und wird dann auf recht gleichbleibender Höhe nach einem weiteren Wegweiser in Richtung Fuorca Prievusa geleitet. Gut markiert, in der nächtlichten Dunkelheit helfen Reflektoren. Nach 1,5h erreicht man den Anstieg zur Scharte, entweder das Schnee/Firnfeld unterhalb der Scharte gut begehbar (45° Steilheit ca) und die Randkluft überwindbar, oder aber man weicht durch den Felsriegel links aus.
Von der Tschiervahütte bis zur Fuorcla Prievlusa ca 2,5h.

Es folgt der Felsriegel von der Scharte bis zum Biancograt - auf diesem Felsrücken bleibt man immer auf der Gratlinie. Meist handelt es sich um Gelände im 2er Bereich, wenige Stellen sind ca. 3-. Nach dieser urzen Kletterei betritt man vom Felsriegel aus diese Himmelsleiter. Ein Band voller Sehnsüchte, so schraubt man sich gen Gipfel. Im oberen Drittel gab es Blankeis, sonst ist dieses Bandl mit ca. 40° Steigung gut gehbar. Links & rechts blickend voller Eindrücke und Tiefblicke.

Am Gipfel des Piz Bianco angekommen, glücklich über das geleistete, folgt die Ernüchterung über die Anzahl der Gipfel-Aspiranten. Eine Menge an Leuten befinden sich auf dem Felsgrat zwischen Piz Bianco und Piz Bernina und tun sich auf dieser Passage schwer. Am laufenden Seil geht es ca. 200m bis zu einer Abseilstelle in die Biancoscharte. Von dort am Grat entlang in einigen wenigen 3er Stellen auf den Piz Bernina.

Anfahrt (Infrastruktur): Pontresina, Graubünden

Ausgangspunkt: Tschiervahütte (voll, laut, HP lohnt sich nicht, Kleines Abendessen), der Winterraum der Tschiervahütte ist im unteren Teil der Hütte und bietet 8 Schlafplätze, Ofen. 21 Euro pro Übernachtung (AV Mitglied) & 48 Euro Übernachtung + Halbpension (AV Mitglied). Die Hütte akzeptiert auch Euro.

Stützpunkte/Einkehr: Marco-e-Rosa Hütte, 45 EUR Halbpension

Zeitlich: 2,5h Tschiervahütte - Prievusa Scharte, 2,5h Scharte - Piz Bianco, unbekannt Piz Bianco - Piz Bernina, Abstieg nochmal 7-8h

Technisches/Material: Einfachseil 50m, Schlingen, Abseilgerät

Schwierigkeit: AD, Fels 3, Firn 40°

Karte: SAC 1277 Piz Bernina

Teilnehmer: Volker Kress, Roland Müller

Weitere Links: Hikr